Erwerbsunfähigkeit

Große Personenschäden oder schwere Krankheiten führen häufig zum teilweisen oder vollen Verlust der Arbeitskraft. Dem Geschädigten wird das Arbeitsverhältnis gekündigt, Arbeitslosengeld erhält er nicht, da dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, Die Krankenversicherung will ihn aussteuern, die Rentenversicherung gewährt die Rente nach Rückfrage bei ihrem Medizinischen Dienst nicht, weil sie der Geschädigte wenigsten noch teilweise leichte Arbeit verrichten kann. Die Berufsunfähigkeitsversicherung treffen anstelle eines (bedingungslosen) Anerkenntnisses Vereinbarungen mit dem Versicherungsnehmer, wonach – regelmäßig für befristete Zeiträume – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht Leistungen erbracht werden. Eine solche Vereinbarung ist risikoreich für den Versicherungsnehmer und sollte nur mit Hilfe eiens Rechtsanwaltes abgeschlossen werden.

Die Unfallversicherung kann die dauernde Invalidität nicht feststellen, die Krankentagegeldversicherung lehnt die Leistung ab, da der Geschädigte absehbar dauern berufsunfähig ist. Die Versicherung des Schädigers wendet Verletzung der schadensminderungspflicht ein, weil eine von der Deutschen Rentenversicherung angebotene Umschulung erfolglos blieb.  Der schadensrechtliche Aspekt des Erwerbsschadens ist also nur ein kleiner Teil der auftretenden Probleme.

Sind Leistungen der Sozialversicherungsträger erbracht worden, sind Anspruchsübergänge per Gesetz zu beachten, die zum Verlust der Aktivlegitimation führen. Es ist auf eine Rückabtretung zu achten, soweit der Geschädigte daran ein berechtigtes Interesse hat, z. B. bei arbeitsrechtlichen Klagen gegen den Arbeitgeber, wenn statt Entgelt Arbeitslosengeld gezahlt wurde. Bei Anspruchsübergang ist zusätzlich das Quotenvorrecht zu beachten, etwa wenn den Geschädigten eine Mitschuld trifft.

Das Szenario verdeutlicht, daß die Bearbeitung von Fällen der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit auf Seiten des geschädigten viel komplizierter ist als auf Seiten der Versicherung und für den Anwalt mit großen Haftungsrisiken behaftet ist. von Boehn meint, daß die Kombination der gewählten Fachanwälte Arbeitsrecht und Verkehrsrecht und die Spezialisierung auf Versicherungsrecht sachgerecht für die Bearbeitung derartiger Fälle ist.

Bernhard von Boehn Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht

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