Personenschäden

Die sorgfältige und verantwortungsbewusste Bearbeitung von großen Personenschäden bedarf einer langjährigen Erfahrung und umfassender Kenntnisse. Aus gutem Grund werden diese Personengroßschäden in den Versicherungsunternehmen von Spezialisten bearbeitet, die darauf  hinarbeiten, das bestmögliche Ergebnis für ihr Unternehmen zu erreichen, möglichst durch einen Abfindungsbetrag unter Verzicht des Geschädigten auf Zukunftsschäden. Der angebotene Betrag, eine unangemessene Abzinsung zugrunde liegend, deckt die Schäden nicht ausreichend ab.  Lehnt der Geschädigte das Regulierungsangebot als unzureichend ab, lassen sich Prozesse nicht  vermeiden. Die Versicherer setzen an auf Spezialisten für Versiehrungsunternehmen, etwa Bach, Langheid & Dallmeyer, Rechtsanwälte.

von Boehn übernimmt für Sie die vorprozessuale und  die prozessuale Betreuung dieser Schadenfälle. Gerichtstermine nimmt er in Personengroßschäden bundesweit persönlich wahr.

Bereits außergerichtlich legt er Wert auf gerichtsverwertbare Feststellungen unter Beachtung der Darlegungs- und Beweisprobleme. Der Geschädigte muss grundsätzlich nur die Rechtsgutverletzung durch eine schadensverursachende rechtswidrige Handlung oder Unterlassung  des Schädigers nach § 286 ZPO voll beweisen.

Den Schaden selbst muß der Geschädigte nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % beweisen, beim Mindestschaden ist er weitgehend von der Darlegung befreit, teilweise müssen nur die Tatsachen vorgetragen werden, die es den Gericht nach § 287 ZPO ermöglichen, den Schaden zu schätzen.

Regelmäßig wird von der Versicherung Verletzung der Schadenminderungspflicht und Mitverschulden eingewandt. Diese Einwendungen führen zu einer Abwägung der Verursachungsanteile von Geschädigten und Schädiger nach § 254 BGB, nicht zum Verlust des Schadensersatzanspruchs selbst.  Auch die von der Versicherung erhobenen Einwendungen sind von ihr vorzutragen und voll zu beweisen.  Zu diesen Einwendungen zählen beispielhaft, das Handeln auf eigene Gefahr, Teilnahme an Rennen, am Fußballspiel, Reiten auf fremdem Pferd, Einwilligung in die ärztliche Behandlung, fehlende Mitwirkung an einer Heilbehandlung.

Regelmäßig laufen die Gerichtsverfahren fair aber schleppend ab. Verzögerungen ergeben sich durch Sachverständige, die selten genug zeitnah Gutachten erstatten. Es ist deshalb sinnvoll, sich mit der Versicherung auf einen Gutachter zu einigen, der das Vertrauen beider Parteien hat. Es ist darauf zu achten, daß die Beweisanträge des Geschädigten berücksichtigt werden. Die wichtigste Aufgabe sieht Rechtsanwalt v. Boehn in der  Auseinandersetzung mit einem negativen Gutachten. Hier ist auf die Fachkunde des Gutachters, Widersprüche und Auslassungen zu achten. Regelmäßig besteht er auf der Anhörung des Sachverständigen zur Erläuterung des Gutachtens. Dabei achtet er darauf, daß der Sachverständige die unterschiedlichen Kausalitätsbegriffe in dem privaten Versicherungsrecht, in der gesetzlichen Unfallversicherung und im Schadensrecht beachtet. Körperliche und psychische Einschränkungen sind getrennt nach den Begriffen Arbeitsunfähigkeit, Beeinträchtigung der Haushaltsführung, Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Invalidität und Grad der Behinderung zu beurteilen. Die Begriffe unterliegen zudem unterschiedlichen Kausalitätsvoraussetzungen. Auch für einen Laien ist offensichtlich, welche Fehlermöglichkeiten in einem Gutachten liegen.

Die wichtigsten Ersatzansprüche bei Personenschäden sind Schmerzensgeld, Erwerbsschaden, Haushaltsführungsschaden und vermehrte Bedürfnisse.

Schmerzensgeld wird sofort geltend gemacht und ist ohne Fristsetzung verzinslich. Die Höhe richtet sich nach Schmerzensgeldtabellen. von Boehn benutzt die Tabelle von Jaeger/Luckey, die die für den Geschädigten günstigsten Beträge ausweist. In der letzten Zeit ist eine Steigerung der Beträge zu verzeichnen. Das Schmerzensgeld dient nur dem Ausgleich immaterieller Schäden und wird als Kapitalbetrag und eventuell zusätzlich als Rente gezahlt. Die Versicherer zeigen sich in der außergerichtlichen Regulierung beim Schmerzensgel in der Regel großzügig.

Das OLG Celle veröffentlicht eine eigene Tabelle

Auf Dauer ist bei Großschäden der materielle Schadensausgleich wichtiger. Er wird leider oft aus den Augen verloren, zumal er schwierig darzulegen ist. Der Verdienstausfall kann durch Bescheinigung des Arbeitgebers dargelegt werden. Bei der Berechnung des Netto ist der Steuerberater behilflich, der im Regulierungsfall die Steuerklärung erstellt. Seine Kosten sind von der Versicherung wie die sich ergebenden Steuern.

Der Fortkommensschaden ist vom Gericht nach § 287 ZGO zu schätzen, die Grundlagen sind darzulegen. Das gilt auch für Geschädigte die noch nicht über ein Einkommen verfügen, etwa Kleinkinder, Schüler, Studenten und Arbeitslose. von Boehn meint, daß in diesen Fällen auf einen Mindestschaden abzustellen ist, der sich am durchschnittlichen Einkommen in der Sozialversicherung orientiert. Dann entfiele die von den Oberlandesgerichten geforderte Darlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern und Geschwister. Der BGH hat in vergleichbaren Fällen auf den Mindestschaden abgestellt.

Unter den Erwerbsschaden fällt auch der Haushaltsführungsschaden, der bei Beeinträchtigung oder Ausfall unentgeltlicher Arbeit in Privathaushalten entsteht. Der Schaden kann nach den Berechnungstabellen von Schulz-Brock/Pardey berechnet werden.

Vermehrte Bedürfnisse entstehen vor allem durch Pflegeaufwendungen. Die kostenlose Pflege von Familienangehörigen stellt eine ausgleichpflichtige Schadensposition dar. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach Tarifentgelt TVA-L Pflege. Die Notwendigkeit und das Entgelt legt man am besten durch ein Pflegegutachten dar.

Die Liste der möglichen Schadenspositionen ist lang, z. B. Kosten für die Anschaffung einer behindertengerechten Wohnung, eines behindertengerechten Fahrzeugs.

Bernhard von Boehn Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Fachanwalt für Verkehrsrecht
Fachanwalt für Versicherungsrecht

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