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Berufsunfähigkeitsversicherung bundesweit – Spezialist für BU-Versicherungsrecht

Berufsunfähigkeit ist eine der schlimmsten Szenarien im Leben eines berufstätigen Menschen. Sie bedeutet, dass der Versicherte aufgrund von Krankheit, Unfall oder psychischen Problemen nicht mehr arbeiten kann. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist deshalb nicht optional – sie ist notwendig.

Was ist Berufsunfähigkeit?

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn Sie aufgrund von Krankheit, körperlichen oder psychischen Leiden nicht mehr in der Lage sind, Ihren aktuellen Beruf auszuüben. Wichtig: Es geht nicht um finanzielle Ausfälle oder Einkommensausfälle – es geht um die physische und psychische Unmöglichkeit, zu arbeiten.

Die Versicherung zahlt dann eine monatliche Rente aus, meist zwischen 50 % und 100 % Ihres Einkommens. Das Geld ersetzt zumindest einen Teil der wegfallenden Einkünfte.

Konkrete Tätigkeit vs. Abstraktion

Hier gibt es zwei Definitionen: Die „konkrete Tätigkeit“ bedeutet, dass Sie nicht mehr Ihren spezifischen Beruf ausüben können. Die „Abstraktion“ bedeutet, dass Sie grundsätzlich keine Arbeit mehr finden, die Sie physisch schaffen.

Viele Versicherungen nutzen die strengere Abstraktions-Definition. Das ist ein großer Unterschied für Ihre Chancen, später eine Rente zu bekommen.

Die Anzeigepflicht – Das kritischste Risiko

Paragraph 19 VVG: Sie müssen der Versicherung ALLES mitteilen, was für den Vertrag relevant ist. Das gilt vor der Unterschrift und während der gesamten Laufzeit.

Viele BU-Fälle scheitern wegen Anzeigepflicht-Verletzungen:

• Sie haben eine alte Erkrankung nicht erwähnt

• Sie haben Symptome verschwiegen

• Sie haben vergessen, Änderungen (neue Diagnose, Therapie) zu melden

Wenn die Versicherung später feststellt, dass Sie etwas nicht angegeben haben, kann sie den gesamten Vertrag anfechten – auch wenn die Krankheit damit nichts zu tun hat.

Anfechtung, Rücktritt und Kündigung – Drei verschiedene Wege für die Versicherung

Oft werden diese drei Begriffe durcheinander geworfen. Sie bedeuten aber etwas anderes:

Anfechtung: Die Versicherung stellt fest, dass Sie bei der Vertragsunterzeichnung etwas nicht korrekt angegeben haben. Sie kann den Vertrag „rückwirkend“ für ungültig erklären – als hätte es ihn nie gegeben. Sie erhalten keine Leistung.

Rücktritt: Ähnlich wie Anfechtung, aber mit anderen rechtlichen Folgen. Die Versicherung kann Beiträge zurückfordern oder Leistungen verweigern.

Kündigung: Die Versicherung beendet den Vertrag einfach, ohne Anfechtungsgrund. Das ist aber an strenge Voraussetzungen gebunden und wird seltener eingesetzt.

Für Sie als Versicherungsnehmer ist dies eine große Gefahr. Eine falsche Angabe oder eine verschwiegene Diagnose kann Ihre gesamte Versicherung kosten.

Wie wir Ihnen helfen

Sie brauchen einen Anwalt, der sich mit BU-Versicherungen auskennt. Hier sind die häufigsten Szenarien, in denen wir helfen:

• Sie haben einen BU-Antrag gestellt, der abgelehnt wurde – wir prüfen, ob die Ablehnung rechtmäßig war

• Die Versicherung behauptet, Sie hätten gelogen – wir verteidigen Sie gegen Anfechtung

• Sie sind berufsunfähig, aber die Versicherung zahlt nicht – wir klagen auf Zahlung

• Sie möchten einen Vertrag vor Unterzeichnung prüfen lassen – wir beraten Sie, welche Klauseln problematisch sind

Die gute Nachricht: Viele Ablehnungen sind rechtswidrig. Oft hat die Versicherung zu schnell entschieden oder rechtliche Fehler gemacht.

Nächste Schritte

Wenn Sie Probleme mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben – egal ob Antrag abgelehnt, Vertrag angefochten oder Leistung verweigert – kontaktieren Sie uns. Wir bieten eine kostenlose Erstberatung an, in der wir Ihre Situation prüfen.

Handeln Sie schnell: Fristen sind oft kurz, und die Versicherungen sind nicht auf Ihrer Seite. Ein erfahrener Anwalt kann den Unterschied zwischen einer erfolgreichen Klage und einem verlorenen Fall ausmachen.